Handysoft Bizflow - BPMS
Das Business Process Management (BPM) beschäftigt sich generell mit der Unterstützung von Geschäftsprozessen in unterschiedlichster Form. Eine mögliche Kategorisierung unterteilt Geschäftsprozesse in
- hochgradig automatisierbare Geschäftsprozesse mit wenig menschlicher Interaktion während eines Prozessablaufs und
- stark kollaborativ orientierten Geschäftsprozesse, welche potentiell viele Nutzer in einen Prozessdurchlauf einbinden
Insbesondere Geschäftsprozesse der zweiten Kategorie lassen sich nicht immer detailliert im Voraus definieren und erfordern somit einen erhöhten Grad an Dynamik. Somit stellen sie eine besondere Herausforderung an BPM-Systeme dar, welche für sie Unterstützung bieten wollen. BizFlow von HandySoft bietet in diesem Bereich einen umfangreichen Fundus an Funktionalität und verschiedene Interaktionsmöglichkeiten für Nutzer an. Dazu werden unterschiedliche Ansätze zur Bearbeitung von Abläufen als Alternative zur Auswahl gestellt.

Strukturierte Prozesse
In strukturierten Prozessen werden Nutzer von BizFlow auf anstehende Aufgaben hingewiesen und vom System durch Abläufe geführt. Die Freiheiten für Nutzer sind dabei stark begrenzt. Diese Art der Umsetzung eignet sich insbesondere für:
- gut definierbare Prozesse
- ständig wiederkehrende Aufgaben, welche nach gleichem Schema bearbeitet werden müssen
- die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben oder Richtlinien bei der Prozessausführung
Adaptive Case Management
Beim Adaptiven Case Management sind Teile eines Prozesses oder Ablaufs gut definierbar, andere Bestandteile jedoch hängen vom konkreten Anwendungsfall ab. Die definierbaren Teile sollen daher modelliert und wie strukturierte Prozesse ausgeführt werden. Für flexible Bestandteile wird ein Platzhalter bei der Modellierung gesetzt und als AdHoc-Task ausgeführt. Dies kombiniert Struktur mit Flexibilität. Adaptives Case Management wird eingesetzt bei:
- semi-formalisierbaren Prozessen
- Prozessen zur Unterstützung innovativen Arbeitens
- groben Rahmenprozessen mit breitem Anwendungsspektrum
Adaptive Checklisten
Adaptive Checklisten-Prozesse verzichten auf eine aufwändige Modellierung. Sie sind zur schnellen Umsetzung und Unterstützung einfach strukturierter Prozesse gedacht. Ein Checklisten-Prozess wird dabei im Browser als sequentieller Ablauf einzelner Aufgaben erstellt. Die Aufgaben selbst sind wiederum AdHoc-Tasks, wodurch auch hier die Flexibilität gewahrt bleibt. Adaptive Checklisten-Prozesse werden verwendet für:
- die Umsetzung einmaliger oder seltener Abläufe
- die Analysephase von Prozessen zur Nachverfolgung des Ausführungsverhaltens
- die koordinierte Bearbeitung einfacher Aufgaben durch mehrere Nutzer
AdHoc-Tasks
Die größte Freiheit während der Ausführung gewähren AdHoc-Tasks. Sie werden sowohl im Adaptiven Case Management als auch den Adaptiven Checklisten-Prozessen verwendet, können aber auch davon unabhängig eingesetzt werden. Dabei existiert keine vorgegebene Ausführungsstruktur; die einzelnen Aufgaben werden zur Laufzeit dynamisch zugewiesen. Der große Vorteil im Vergleich zu beispielsweise EMails ist dabei die Nachverfolgbarkeit und die Überprüfung von gesetzten Deadlines mit entsprechenden Alarm-Mechanismen. AdHoc-Tasks werden eingesetzt für:
- die nachverfolgbare Bearbeitung unstrukturierter Aufgaben
- die zeitkritische Bearbeitung von Aufgaben
- die Koordination einfacher Aufgaben
Insbesondere AdHoc-Tasks können beispielsweise in MS Outlook bearbeitet werden und senken somit die Akzeptanzschwelle für Nutzer.






