Architektur von BPM-Software

Ein Business Process Management System bietet durch seine Architektur und Komponenten Unterstützung bei Modellierung, Ausführung und Auswertungen von Business Processes.

Ein Business Process Management System oder BPMS unterstützt den kompletten Lebenszyklus von Business Processes (Geschäftsprozessen). Zu den technisch unterstützbaren Phasen des Lebenszyklus gehören insbesondere

  • Modellierung von Business Processes
  • Ausführung von Business Processes
  • Analyse und Auswertungen basierend auf Business Processes

Um diese Phasen technisch unterstützen zu können, bestehen moderne BPMS aus verschiedenen Komponenten. Kombiniert ergeben diese Komponenten eine Architektur, welche alle technisch unterstützbaren Belange des Business Process Managements abdeckt.

 

BPMS - Business Process Management Architektur

Prozessmodellierung

In der Modellierungsphase kommt ein BPM-Designer zum Einsatz. Dieser unterstützt die Erstellung von Business Process Models durch:

  • Anbieten einer grafischen Notation für Business Process Models wie beispielsweise BPMN 2.0
  • Syntaxprüfung erstellter Business Process Models auf formale Korrektheit
  • Austauschmöglichkeit für Business Process Models zur Unterstützung der kollaborativen Modellierung

Prozessautomatisierung

Nach der Modellierung kann ein BPM-Server in einem BPMS einen Geschäftsprozess ausführen. Dabei stellt ein BPM-Server verschiedene Schnittstellen zur Verfügung, an welche weitere Software-Komponenten angebunden werden:

  • Schnittstelle für eine Administratoroberfläche zur Verwaltung von Business Processes und Konfiguration des BPM-Servers
  • Schnittstelle für Benutzeroberflächen zur Ausführung von Prozessschritten durch prozessbeteiligte Personen
  • Schnittstellen zum Anbinden externer IT-Systeme, welche in die Prozessausführung einbezogen werden; häufig werden hierzu Web Services verwendet

Prozessanalyse

Um Erkenntnisse aus ausgeführten Geschäftsprozess zu gewinnen, werden meist verschiedene Kennzahlen (KPIs = Key Performance Indicators) betrachtet. Diese Kennzahlen machen das Erreichen oder Verfehlen von gesetzten Zielen messbar, was wiederum eine Überarbeitung eines Prozesses zur Folge haben kann. Zur Messung von Kennzahlen werden beispielsweise folgende Techniken eingesetzt:

  • Reports zur aggregierten Betrachtung verschiedener Kennzahlen und ihrer Entwicklung
  • Complex Event Processing (CEP) zur Auswertung von Kennzahlen in Echtzeit; dies erlaubt zeitnahe Reaktionen auf Fehlentwicklungen
  • Extraktion von auswertungsrelevanten Prozessdaten mit Business Intelligence - Methoden zur Verknüpfung und Auswertung mit anderen externen Datenbeständen